Startseite
Suchen Suche:
Jesus Christus ("Kreuzesstamm/Osterlamm...") Jesus Christus, guter Hirte GL 366
Startseite







Ordnungen




Glockenstube

Glockenstube - so nicht



Durch Taubendreck unrettbar verunreinigte Bronzeglocke in stählernem Glockenstuhl, aufgehängt an einem gekröpften Stahljoch. Die Stahlteile wurden zwar gestrichen, aber bei genauem Hinsehen kann man feststellen, dass der Rost unter dem Anstrich hervorquillt.

Gekröpfte Aufhängung bedeutet, dass die Glocke nicht an einer geraden Achse hängt, sondern auf mehr oder weniger hohen Stelzen gelagert ist. Im oberen Bild beträgt die Kröpfung nur ca. 20 cm.

Durch das Kröpfen der Glockenjoche wird der Schwerpunkt der Glocke nach oben verlagert. Dadurch erreichte man eine geringere Belastung des Turmes beim Schwingen (noch nicht bei nur 20 cm) und einen geringeren Platzverbrauch der Glocke beim Schwingen. Die Gemeinden konnten also Glocken auf Ihren Turm hängen, die eigentlich zu groß dafür sind.

Heute hängt man Glocken nicht mehr gekröpft auf, da der Klang dadurch verliert und die Joche an den gekröpften Stellen stark bruchgefährdet sind. Die Unfallgefahr im Turm ist im Vergleich zu Anlagen mit Holzjochen stark erhöht.




Glocke von oben

Auch hier wurde der Rost überstrichen und quoll nun aus allen Poren. Das eingelegte Holzstück war bereits so durchgebogen, dass man die Schrauben, die wegen der Bewegung der Glocke wie bei einem PKW immer wieder nachgezogen werden müssen, nicht mehr fester ziehen konnte. Die Glocke lockerte sich und rutschte beim Läuten hin und her. Die Gefahr eines Unfalles war hier enorm hoch.




Bronzeglocken in einem rostüberzogenen Stahlglockenstuhl.

Zu sehen sind vor allem die Läuteräder und die Jochkröpfung an der linken unteren Glocke.


Letzte Aktualisierung: 15.1.2011, 18:35 Uhr